Wir machen es uns gemüslich mit Ernährungsexpertin Jessi Hotopp!

Verschiedene Gemüse um ein Gemüse-Smiley garniert.

Mitten in diesem wunderbaren, langen und intensiven Gespräch von A wie Aubergine bis Z wie Zucchini fängt Jessica Hotop an, herzhaft zu lachen. Sie breitet die Arme aus und fasst mit dieser großen Geste alles zusammen: „Wollen wir nicht einfach schreiben, dass man von Gemüse so viel essen kann, wie man will? Teller und Töpfe voll und noch mehr. So viel, wie man einkaufen, nach Hause tragen und kochen kann. Aber man nimmt nicht zu!“

Dann macht die 32-Jährige, die sich im Edeka-Haag-Supermarkt in Weilerbach um die Ernährungsberatung der Kunden kümmert, eine kleine Kunstpause und sagt triumphierend: „Das ist es doch, was wir alle wollen. Dinge essen, die uns schmecken, die gut für uns sind – und dabei nie in Gefahr zu kommen, dass das Gewicht steigt. Das ist das Thema Gemüse auf den Punkt gebracht. Ende und gut.“

Ganz so einfach ist es leider nicht. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass Gemüse auf dem Teller immer so an der Seite liegt (wenn es überhaupt drauf ist). Wir müssen die Werbetrommel rühren! Wir müssen und werden erklären, warum gerade jetzt die beste Zeit ist, es sich mal wieder so richtig gemüslich zu machen in der eigenen Küche.

Gemüse passt perfekt zur Gewichtskontrolle mit Layenberger Fit+Feelgood

Und wir werden am Ende dieses Newsletter-Segments “Weight Management” auch erklärt haben, warum vollwertige und nachhaltige Gerichte aus Gemüse perfekt zu den Layenberger Fit+Feelgood-Produkten passen. „Mit Fit+Feelgood habe ich selbst in zwei Jahren 47 Kilo abgenommen“, sagt Jessica ganz offen. „Dann durfte ich mich auch noch im Job weiterbilden – danke sehr, Edeka! -, also gebe ich mein Wissen jetzt sehr gern weiter.

Los geht’s!

September und Oktober ist die Gemüsezeit. Alles kommt frisch auf den Tisch: Brokkoli, Lauch, Zucchini, die ganzen Kohlgemüse, alle Gurken, Kohlrabi – ein Superbeispiel für ein Gemüse, das in jeder Zubereitungsform einfach Hammer gut schmeckt – und Spinat.

Wir haben Grünkohl weggelassen, weil – ach, Jessi, erkläre es doch bitte selbst: „Grünkohl schmeckt mir nicht. Obwohl meine Oma sicher schon fünfzig Mal gesagt hat: Ich mache dir meinen Grünkohl, dann magst du ihn bestimmt.“ Auch Rosenkohl ist nicht ihr Favorit, dennoch packt sie für ihn das Megafon aus: „Rosenkohl ist mega gesund, aber ich kriege ihn halt nicht über die Lippen.“

Das könnte am oft ein bisschen bitteren Geschmack liegen, aber da funkt Jessica dazwischen: „Bitter alleine ist überhaupt kein Problem – das hilft dem Magen, der Galle und dem Darm. Bitterstoffe entgiften den Körper und regen den gesamten Verdauungsvorgang an. Also: Leute, esst Grünkohl, esst Rosenkohl, esst eine Menge davon. Aber akzeptiert bitte, dass ich mir andere gesunde Gemüse aussuche.“

Jessi ist Botschafterin der Generation Z wie Zucchini

Okay. Wir fragen also nach dem Spitzenreiter in der Gemüse-Hitparade der zweifachen Mutter. „Zucchini. Meine absolute Nummer eins. Eine Zucchini-Pfanne mit Lachs oder anderem guten Fisch – mega. Oder gefüllte Zucchini. Oder Zucchini mit Hackfleischbällchen. Ich habe gerade eben Zucchini-Taler mit Karotten gemacht – Karotten-Saison ist ja aktuell auch. Oder Zucchini mit Schafskäse. Zucchini in Grün oder die mildere Variante in Gelb. Ich könnte endlos weitermachen.“

Jessica Hotopp im Edeka-Supermarkt in Weilerbach.
Buntes Gemüse, tolle Auswahl: Ernährungs-Expertin Jessica Hotopp im Edeka-Supermarkt in Weilerbach.

Das glauben wir bei diesem Enthusiasmus gerne. Wir ernennen Frau Hotopp also zur Botschafterin der Generation Z – wie Zucchini. Und weisen bei diesem Thema auf die ganz banalen Vorzüge vieler Gemüse sind: Sie wachsen direkt vor unseren Augen. In der Region, in ganz Deutschland. Einfach anzupflanzen, leicht zu pflegen, unkompliziert zu ernten. Sie müssen also nicht um den halben Erdball transportiert und dafür chemisch behandelt werden.

Gemüse sind einfach da und warten darauf, gegessen bzw. genossen zu werden. Nachhaltige Ernährung ganz ohne Stress. Es bedarf nicht einmal vieler Gewürze, weil die Natur die Aromen in einer breiten Palette schon mitliefert.

Ups, Jessica ist noch nicht fertig mit dem Zucchini-Thema: „Das Regionale ist doch wunderbar. So oft fragen wir uns, was wir tun können, um nachhaltig und normal zu leben? Wenn ich die Zucchini aus Omas Garten bei mir in der Küche habe, dann weiß ich nicht nur, dass es mir schmecken wird. Ich weiß auch, dass ich etwas richtig mache.“

So klar und so wahr!

Spinat steckt voller guter Dinge, Tomaten liefern Antioxidantien

Und weiter geht es in der kleinen, feinen Liste an Schätzen der Saison und Region.

Spinat: „Eigentlich der Prototyp des gesunden Gemüses“, erklärt uns Jessica. „Voller Nähr- und Ballaststoffe. Vitamine im Überfluss, A, B und C. Dazu Folsäure, was gut für Knochen und Muskulatur ist. Und bei all diesen Vorteilen sehr kalorienarm, aber trotzdem sättigend. Der Klassiker in der Zubereitung ist Spinat mit Spiegeleiern und Kartoffeln.“  Ein Gericht, für das auch starke Männer auf Steaks verzichten …

Tomaten: Hier lacht sie erstmal. „Tomaten bestehen aus Wasser und Antioxidantien.“ Es folgt die leichte Korrektur. „In guten, natürlich gereiften Tomaten steckt auch eine Menge Geschmack und leckeres Fruchtfleisch. Aber die Antioxidantien sind das große Plus. Sie bekämpfen die freien Radikale im Körper, wirken Entzündungen entgegen, stärken das Immunsystem und entgiften unseren Blutkreislauf.

Brokkoli: „Da sind wir wieder bei den grünen Gemüsen. Viele Nährstoffe, viele Vitamine, gut für die Verdauung. Und ich glaube, dass die Vorurteile früherer Generationen was den Geschmack angeht, längst weg sind. Brokkoli ist fester Bestandteil in einer guten Küche.“

Rote Beete: „Unfassbar vielseitig in der Verwendung, weil der süß-herzhafte Geschmack zum Kombinieren geradezu einlädt. Ich mache soooo gerne Rote Beete mit Schafskäse und Pinienkernen. Ich könnte ganze Eimer davon essen …“

Und schließlich noch die Paprika: „Bunt und wertvoll! Da stecken total viele Mineral- und Ballaststoffe drin. Ballaststoffe sind gut für die Verdauung, man spricht ja auch vom Besen für den Darm. Paparika sind extrem vielseitig. Als Hauptbestandteil des Essens – gefüllte Schoten – genauso präsent wie im Mix mit vielen anderen Gemüsen. Ja, Paprika gehört für mich auch fast immer in den Einkaufswagen.“

Die Liebe zum Gemüse funktioniert auch international!

Als echte Gemüse-Botschafterin ist Jessica immer noch nicht am Ende angekommen: „Alles, was wir bis jetzt besprochen haben, war sozusagen für die klassische deutsche Küche. Gemüse ist aber mindestens genauso faszinierend und wertvoll, wenn es anders zubereitet wird. Asiatisch zum Beispiel, im Wok, mit Glasnudeln oder anderen Spezialitäten. Oder indisch, als Grundlage für endlose Curry-Variationen. Gemüse wird einfach nie langweilig!“

Einmal kurz Luft holen: „Smoothies sind das nächste Kapitel, das sich mit Gemüse aufschlagen lässt. Super lecker und gesund. Oder Chips, zum Beispiel aus Rote Beete mit Pastinaken. Und warum nicht auch mal Kohlrabi-Chips?“

Warum nicht …

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Unter diesem Motto hat sich Jessica Hotopp für uns ein paar Rezepte überlegt, die wir in Teil 2 präsentieren.




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