Von A bis Z: Fitnessbegriffe kompetent erklärt

Trainingslexikon

A wie Aminosäuren

„Proteine sind die Bausteine des Lebens“ – diesen Satz hat vermutlich jeder schon gehört, der sich mit dem Aufbau des menschlichen Körpers beschäftigt. Aminosäuren wiederum gehen noch einen Schritt zurück: Sie sind die Bausteine der Proteine und als „Fast-Alles-Könner“ an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt. Was genau unser Körper aus den Aminosäuren herstellt, hängt von der Art und Weise ab, wie er sie zusammenstellt. Den Bauplan gibt dabei unsere DNA vor.

Für unser Fitness-Lexikon von A bis Z behandeln wir lediglich die 20 proteinogenen Aminosäuren, die unter anderem im Zusammenhang mit dem Muskelerhalt, dem Muskelaufbau und der Muskelleistung stehen. Aber auch hier ist eine weitere Untergliederung in folgende Gruppen nötig:

  • Essentielle Aminosäuren (EAA – Essential Amino Acids): Die neun EAAs – Valin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Cystein, Phenylalanin, Tyrosin, Threonin, Tryptophan – können vom menschlichen Körper nicht selbst hergestellt werden und müssen daher über die Nahrung aufgenommen werden.
  • Verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA – Branched Chained Amino Acids): Sie bilden eine Untergruppe der essentiellen Aminosäuren – hierzu gehören Valin, Isoleucin und Leucin. Vor allem BCAAs werden mit Muskelwachstum und Muskelausdauer in Verbindung gebracht.
  • Nicht-essentielle Aminosäuren: Diese können vom Menschen bei einer ausgewogenen Ernährung eigenständig und in ausreichender Menge produziert werden.
  • Semi-essentielle Aminosäuren: Sie werden ebenfalls vom menschlichen Körper selbst gebildet, jedoch kann die Eigensynthese aufgrund besonderer Umstände – wie hohe sportliche Aktivität – den erhöhten Bedarf ggf. nicht abdecken.

Kurz zusammengefasst: Unsere Muskeln bestehen vorwiegend aus Proteinen, die wiederum aus Aminosäuren gebildet werden. Einen Teil dieser Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen, wir müssen sie dem Körper zuführen, zum Beispiel, indem wir sie in Wasser gelöst trinken. Genau da kommen also Produkte ins Spiel, die prallvoll mit diesen unentbehrlichen Aminosäuren sind:

Zum Beispiel unsere GYMPER EAA+ Powder Drinks – bestens geeignet für den Kickstart ins Training und das Durchhalten einer langen Einheit.

Und dazu der GYMPER EAA Carbo Refresher, der ganz besonders für intensive Trainingssitzungen und die schnelle Regeneration danach konzipiert ist.

B wie Body-Mass-Index (BMI)

Wir Menschen gieren nach Wissen. Die meisten von uns jedenfalls. Die Erforschung unseres Lebensraums gehört zu unserer Evolution. Modelle, Karten, Berechnungen, Statistiken, Prognosen – das alles hilft uns dabei. Auch, wenn es darum geht, uns Menschen selbst zu erforschen. Alle acht Milliarden.

Das Spezialgebiet der Anthropometrie beschäftigt sich dabei sozusagen mit der Vermessung des menschlichen Körpers. Die Erkenntnisse der Anthropometrie in Verbindung mit statistischen Auswertungen können zum Beispiel bei der Konstruktion von Fahrzeugen und Maschinen, bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen, aber genauso bei der Größenbestimmung in der Bekleidungs-Industrie wichtig sein.

Der Body-Mass-Index wiederum ist bedeutsam für die Medizin und, heruntergebrochen auf die Einzelperson, als schnelle Überprüfungsinstanz des „richtigen“ Körpergewichts interessant. Die zugehörige Berechnungsformel hat sich als weltweiter Standard etabliert:

Die Formel BMI
So berechnet man seinen BMI: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Meter zum Quadrat.

Der errechnete Wert muss dann mit Hilfe einer BMI-Tabelle dem Alter zugeordnet werden. Denn selbst wenn der Mensch sein (Höhen)Wachstum abgeschlossen hat, gelten in unterschiedlichen Altersstufen andere Verhältnisse zwischen Muskelmasse und Körperfettanteil.

Der optimale Body Mass Index nach Alter:

Alteroptimaler BMI
19-2419-24
25-3420-25
35-4421-26
45-5422-27
55-6423-28
älter als 6524-29
Die Spannbreite des optimalen BMI nach verschiedenen Altersstufen sortiert.

Kritikern des BMI ist das alles allerdings zu einfach. Denn das wirkliche Bild des Körpers und der ärztliche Blick darauf können zu anderen Ergebnissen führen. Vor allem bei austrainierten Sportlern bildet der BMI die tatsächlichen Verhältnisse nur ungenügend ab, denn Muskeln haben eine größere Volumendichte als Fett.

So wäre zum Beispiel Top-Athlet und Schauspieler Dwayne „The Rock“ Johnson mit seinen 120 Kilo bei 1,96 m Körpergröße ein Problemfall. Der BMI des 49-jährigen Muskelberges liegt über 31 – laut Tabelle Übergewichtigkeit. Auch Ex-Schwergewichtsboxer Wladimir Klischko oder Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn wären nach der reinen BMI-Lehre auffällig – und gelten doch als oft bewunderte Modellathleten. Bei Kindern und Jugendlichen ist der BMI aufgrund der stark unterschiedlichen Wachstumsphasen ebenfalls kritisch zu betrachten.

Dennoch erfüllt der BMI bei der „Vermessung“ der Menschen den Zweck, eine leicht berechenbare erste Kennziffer zu setzen. Denn außer einer Waage, einem Metermaß und einem Taschenrechner sind keine weiteren Hilfsmittel nötig, um ihn zu bestimmen. Probieren Sie es doch einfach mal aus!

Hier eigenen BMI errechnen

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