Frisches Obst: Kunterbunt und kerngesund!?

Sechs verschiedene Obstsorten zum Verkauf aufgebaut.

„Eigentlich“, sagt Tina Reisner, „eigentlich ist es mit dem Obst wie mit allen anderen Dingen. Man kann es sehr kompliziert machen. Oder ganz einfach.“

Dann lacht die zertifizierte Ernährungs-Trainerin ihr helles Lachen und legt gleich mal ein paar ganz einfache Grundsätze fest: „Frisches Obst zu essen hat definitiv viele Vorteile. Obst aus der Region, in der man selbst lebt, ist immer besser als Obst, das von weit her herangeschafft wird. Und ja, Obst enthält teilweise viel Fruchtzucker, also muss man den Zucker woanders einsparen.“

Die energiegeladene 47-Jährige – hier ihr Instagram-Account – bringt ihr Wissen mit der genau richtigen Mischung aus Charme und Härte auf den Tisch. Oder besser gesagt: Über den Tisch an den jeweiligen Adressaten ihrer Botschaft. Sie weiß, dass für die Umstellung von Essgewohnheiten Druck nicht optimal ist. Deshalb hat sie sich als Fitnesstrainerin weitergebildet, eine Grundausbildung als psychologische Beraterin gemacht und dann das Zertifikat „Ernährungscoach IHK“ erworben.

„Beim Ernährungs-Coaching geht es darum, den Fehlern bei den Essgewohnheiten auf den Grund zu gehen. Und das Wissen zu vermitteln, warum gewisse Dinge auf den ersten Blick gut aussehen, aber auf den zweiten Blick schlecht sind.“

Beispiele erlebt sie jeden Tag: „Da erzählt mir eine Klientin, dass sie jetzt jeden Tag zwei oder drei Mal einen Joghurt mit Obst isst. Auf Nachfrage ist das dann aber etwas, bei dem das Obst zu einer Grütze oder Pampe verkocht ist und vor Zucker nur so strotzt. Da ist dann sogar kein Joghurt der bessere Joghurt.“

Sieben einfache Leitsätze zum Thema Obst

Aber wir waren beim Obst – und das ist für Tina Reisner natürlich ein ungemein wichtiger Bereich der menschlichen Ernährung. Sie definiert es in sieben Leitsätzen:

Tina Reisner gibt als Ernährungscoach Tipps zum Thema Obst.
Ernährungscoach Tina Reisner: „Wer immer Obst im Hause hat, findet viele und immer neue Möglichkeiten, andere Sachen damit zu verfeinern.“

1. Obst enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Tinas Tipp: „Grundsätzlich Obst aus der örtlichen Umgebung nutzen, weil es natürlich gereift ist. Wenn regionale Versorgung das Credo ist, dann darf es auch zusätzlich mal eine Kiwi oder Ananas von weit, weit her sein.“

2. Obst ist für Kinder ganz einfach als gesundes Essen zu erkennen. „Die Farben spielen eine große Rolle. Und die einfache Handhabung. Äpfel, Aprikosen, Beeren – das ist fast babyleicht.“

3. Obst passt perfekt als Ergänzung zu Naturjoghurt, Müslis, Shakes, Brot und noch viel mehr. Tinas Tipp: „Wer immer Obst im Hause hat, findet viele und immer neue Möglichkeiten, andere Sachen damit zu verfeinern.“ Zum Beispiel unsere Layenberger 3K Protein Müslis, unsere Layenberger 3K Protein Shakes oder unser GYMPER Powerbread.

4. Obst enthält reichlich Antioxidantien. Diese wiederum bekämpfen die „Freien Radikale“ im menschlichen Körper, beugen damit Krankheiten und Alterserscheinungen vor.

5. Obst ist regional verfügbar und auch im eigenen Garten leicht produzierbar. Tinas Tipp: „Der kluge Obstkäufer prüft nach, ob das Obst wirklich Bio ist. Wenn es die Möglichkeit gibt, sollte man Obst einfach selbst anbauen. Das ist nicht schwer und eine Bereicherung des Lebens.“

6. Obst kann tiefgefroren gekauft und/oder aufgehoben werden. Tinas Tipp: „Tiefgefroren ist gerade bei der Bevorratung für den Winter absolut in Ordnung, weil Vitamine und Inhaltsstoffe erhalten bleiben.“

7. Obst ist einfach verfügbar und ganz vielfältig zu verarbeiten. Gibt es etwas Leckereres als einen selbst zusammengestellten Obstsalat? Oder gemantschte Erdbeeren in frischer Milch? Oder eine Obstampel – zum Beispiel aus roten Beeren, gelben Steinfrüchten und grünen Äpfeln?

Obst ist ein wichtiger Bestandteil für das Clean Eating

Für Tina Reisner ist Obst (zusammen mit Gemüse) die Grundlage für Clean Eating – eine Lebensphilosophie, die Menschen zurückbringen soll zu einer möglichst reinen und dabei einfachen Nahrungsaufnahme.

Ihre drei favorisierten Obstsorten sind übrigens

a) Erdbeeren – viel Vitamin C, wenig Zucker, super lecker und vielfältig verwendbar

b) Heidelbeeren – enthalten viele Antioxidantien

c) Äpfel – die weniger süßen Sorten wie Jonagold, Braeburn oder Golden Delicious. Äpfel haben gute Werte an Vitaminen und sind perfekt zu handhaben, aufzubewahren und mitzunehmen.

Ganz unten auf ihrer persönlichen Liste steht dafür die Banane. „Da ist einfach zu viel Zucker drin. Bei mir gibt es höchstens mal selbst gebackenes Bananenbrot – der Ballaststoffe wegen.“

Bei aller Expertise weiß sie als geschulter Ernährungscoach aber auch, wie schwer es ist, unfehlbar zu sein. Deshalb ist sie – innerhalb gewisser Grenzen – verständnisvoll für eventuelle Ausrutscher. „Wer unbedingt zwischendurch mal eine Banane braucht, der soll sie essen. Er muss dann im Laufe der Woche die erhöhte Zuckerzufuhr eben wieder einsparen.“

Titelfoto aus dem Edeka-Haag-Supermarkt in Weilerbach

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